
Die primitivsten Formen der Wasserpfeife finden sich in den nordwestlichen Provinzen Indiens schon vor bis zu 1000 Jahren. Diese Pfeifen waren sehr primitiv und bestanden aus hohlen Stöcken und Kokosnüssen. Erst im frühen 17. Jahrhundert entwickelten die Türken ihre Version der Wasserpfeife, die so aussah, wie die heute üblichste Form, und rauchten darin „Tombak", einen dunklen, trockenen Tabak. Während des nächsten Jahrhunderts breitete sich die Wasserpfeife rasant über Persien und die gesamte Arabische Halbinsel aus. In diesen frühen Tagen genoss man die Wasserpfeife in geselliger Atmosphäre in Kaffeehäusern und nach dem Essen mit alkoholfreien Getränken wie Tee oder Kaffee.
Je nach Landessprache hat die Wasserpfeife viele verschiedene Namen, die sich jedoch meist jeweils aus der Bedeutung des Teils der Pfeife ableiten, in der sich das Wasser befindet. In Ländern rund um das östliche Mittelmeer sind die Bezeichnungen Shisha und Nargileh mit ihren vielen verschiedenen Schreibweisen sehr gebräuchlich. Im Fernen Osten hört man oft auch „Huqqa", das in seiner deutschen Übersetzung „Hookah" ebenfalls eine sehr weit verbreitete Bezeichnung ist.
Im frühen 20. Jahrhundert entwickelten ägyptische Tabakfabriken einen neuen, milderen Tabak für Wasserpfeifen, „Moassel" genannt, eine Mischung aus getrocknetem Tabak, Aromastoffen und Melasse. Heute können Raucher Tabak in allen vorstellbaren Geschmacksrichtungen genießen.
Seit der Entwicklung von Moassel hat die Wasserpfeife in Ländern der östlichen Hemisphäre einen enormen Aufschwung erfahren und ist auch im Westen zu einem wachsenden Trend geworden. Kaffeehäuser, die Wasserpfeifen anbieten, werden überall in Europa und Amerika immer beliebter. Gäste strömen in diese oft als neo-orientalisch bezeichneten Cafés, die alte Kaffeehaustraditionen mit modernen Elementen kombinieren. Als eine einst beliebte kulturelle Freizeitbeschäftigung hat die Wasserpfeife erneut ihren Siegeszug angetreten, diesmal überall auf der Welt.